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Evadne.
Verdoppelt eure Schritte, kommt
herab!
Verweilet nicht zu lange, gute
Mädchen,
Kommt herein!
Gewand und Haaren gebt nicht zu
viel Sorgfalt.
Ist das Geschäft vollbracht,
kommt Zeit zum Schmuck.
Zur Arbeit heißt der Morgen
rege sein.
Jungfrau.
Hier sind wir, und die andern
folgen gleich.
Wir haben selbst uns diesem
Fest geweckt;
Du siehest uns bereit, was du
befiehlst, zu tun.
Evadne.
Wohlan, beeifert euch mit mir!
Zwar halb nur freudig, halb mit
Widerwillen
Ruf’ ich euch auf zum Dienste
dieses Tags;
Denn er bringt unsrer hoch
geliebten Frauen,
In Fröhlichkeit gekleidet,
stillen Schmerz.
Jungfrau.
Ja, und uns allen; denn es
scheidet heute
Der werte Knabe, den so lange
schon
Die glücklichste Gewohnheit uns
verbindet.
Sag’, wie erträgt’s die
Königin? Gibt sie gelassen
Den teuern Pflegling seinem
Vater wieder?
Evadne.
Schon wird mir bange für die
künft’gen Tage.
Noch ruht der alte Schmerz in
ihrer Seele:
Der doppelte Verlust des Sohns
und des Gemahls
Ist noch nicht ausgeheilt. Und
wenn des Knaben
Erheiternde Gesellschaft sie
verlässt,
Wird sie dem alten Kummer
widerstehn?
Wie Larven aus der Unterwelt
vor andern
Dem Einsamen erscheinen, rührt
Verlassne
Ängstlich der Trauer kalte
Schattenhand.
Und wem gibt sie den lieben
Zögling wieder!
Jungfrau.
Ich hab’ es auch bedacht.
Nie war der Bruder des Gemahls
ihr lieb;
Sein rau Betragen hielt sie
weit entfernt.
Nie hätten wir geglaubt, dass
sie in seinem Sohn
Der süßen Liebe Gegenstand
umarmte.
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